Bravo Company

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Symbol Begriffsklärung.png Dieser Artikel behandelt die Bravo Company aka "Die Schnitter"; für andere Bedeutungen, siehe Schnitter (Begriffserklärung).
Bravo Company
Überblick (Stand: 2079) [1]
Abkürzung: BC
Alternativbezeichnung: "Die Schnitter"
Typ: Söldnerorganisation
Gründung: 2060
Führung: Major Nathan McCord

Die Bravo Company (kurz BC, auch "Die Schnitter" genannt) ist eine der besten bekannten Söldnereinheiten.

Geschichte

Ursprünge

Die Bravo Company kann ihre Wurzeln zu den mittlerweile aufgelösten 61st Independent Rangers zurückverfolgen (die ebenfalls "Die Schnitter" genannt wurden), einer Einheit in Regimentsstärke, die damals unter dem Kommando von Colonel James C. McCord stand und überall auf der Welt in diversen Konflikten beteiligt gewesen war. 2050 hing die Einheit gegen ihren Willen in einem Kontrakt mit Aztlan fest, welcher bereits von der International Mercenary Association angefochten wurde. Bei einer Mission, die später als das "Massaker von Campeche" in die Geschichte einging, verweigerte die Einheit dann die von Aztlan gestellten Befehle. Aztlan versuchte im Rahmen einer Vergeltungsmaßnahme Colonel MccCord und die Ranger wegen diverse Vergehen festzunehmen und ihre Ressourcen zu beschlagnahmen. Die Ranger widersetzten sich und gingen zum Gegenangriff über, der den lokalen Kräften Aztlans empfindliche Schäden zufügte, ehe die Rangers von der schieren Menge an aztlanischen Verstärkungen überwältigt wurden. Die Mehrheit der Rangers wurden entweder im Feld hingerichtet oder nach einem Schauprozess exekutiert und Gerüchte wollen wissen, dass mancher Ranger als Blutopfer genutzt wurde.[1]

Einige Ranger entkamen aber, darunter auch McCords Sohn, Nathan, der damals im Aufklärungszug diente. Die überlebenden Ranger tauchten unter. Sie wurden entweder Shadowrunner oder setzten sich zur Ruhe und verschwanden, da Aztlan Kopfgelder auf sie ausgesetzt hatte. Diese Kopfgelder ruhten jahrelang, bis sie 2059 schließlich zurückgezogen wurde. Etliche Profis hatten sich geweigerte, diese anzunehmen, weil es das "Risiko nicht wert" sei. Die, die es versuchten, waren meist Amateure, die den Versuch mit ihrem Leben bezahlten. Die IMA hatte die Akkreditierung der Rangers nie zurückgezogen, vermutlich, um keinen Präzedenzfall aus der Sache zu machen - aber man war sich vermutlich auch nur zu schmerzlich bewusst, wie Aztlan mit den Rangers umgesprungen war.[1]

Gründung der Bravo Company

Die Bravo Company wurde 2060 als Teil des Rüstungsunternehmens Tactical Concepts durch den inzwischen zum Major beförderten Nathan McCord gegründet. Man umging dabei die Notwendigkeit der Akkreditierung durch die IMA, indem die Bravo Company schlicht die "Konzernsicherheit" von Tac-Con stellte. Ein Jahr später, 2061, wurde die Bravo Company dann offiziell bei der IMA registriert und begann sogleich in Yucatán und dessen Unabhängigkeitsbestreben gegen Aztlan zu helfen.[1]

Crash 2.0

Im Jahr 2064 war die Bravo Company Teil eines CIA-Kontingents und eine der vielen paramilitärischen und Geheimdiensteinheiten, die im Vorfeld des Crash 2.0 Jagd auf die Terroristen und Zellen von Winternight machten.[2] Schon ein Tag nach dem Crash war sie in Langley, Virginia zugegen, um an der Seite der UCAS Armed Forces gegen die New Revolution zu kämpfen.[3]

Hatte man zuvor jahrelang gute Verbindungen zur CIA und NSA unterhalten, brach man diese Verbindungen 2070 überraschend und sehr abrupt ab (wobei dies von Major McCord ausgelöst wurde). Man munkelt, dass es mit dem Tod von Atticus Cole, dem damaligen Deputy Operations Chief der CIA zusammenhing, der unter sehr mysteriösen Umständen tot aufgefunden worden war. Cole war ein enger Freund der Familie McCord und Verbündeter der Bravo Company gewesen.[3]

Azt-Am-Krieg

Ihren nächsten großen Konflikt sah die Bravo Company im Azt-Am-Krieg zu Beginn der 2070er. Auch wenn man auf der Seite von Amazonien kämpfte, verfolgte die Einheit ihre eigenen Ziele und beglich etliche Rechnungen, die seit 2050 offen waren. Dass diese Ziele sich mehr oder weniger mit denen von Amazonien deckte, war eher ein glücklicher Zufall. Viele der früheren Kräfte, die für das Massaker an der 61st in Campeche verantwortlich waren, waren inzwischen zu hochrangigen Offizieren im aztlanischen Militär oder zu Priestern und Priesterinnen des Pfades der Sonne aufgestiegen und musste nun einen bitteren Preis zahlen. Tatsächlich war die Bravo Company so erfolgreich, dass sich Aztlan gezwungen sah, ihre berüchtigten "Blutdolche" auszuschicken.[3]

Nach dem Krieg erfolgte die Demobilisierung, um sich neu zu formieren und zu organisieren. 2075 wurde die Einheit dann von unbekannten Kräften angegriffen und zwang die Mitglieder der Einheit, in den Untergrund zu gehen. Unbestätigten Berichten zufolge kam es überall in Nordamerika zu Einsätzen unbekannter Art, wobei es sich vermutlich um Vergeltungsschläge handelte. Tac-Con brauchte gut 18 Monate, um seine Anlagen wieder aufzubauen und die Produktion wieder ins Laufen zu bringen - ihr gutes Ansehen halfen dabei immens, die Kunden bei sich zu halten.[3]

Umstrukturierung

2077 hatte sich die Einheit und ihr Mutterkonzern wieder vollständig erholt. Dabei hatte man auch gleich die Struktur der Einheit überarbeitet. Die Einsatzteams wurden zu einer Version von "Operational Detachments" geändert, welche feste Kommandos bilden.[3]

Geschäftsprofil

Einheitsart: Spezialeinheit, unkonventionelle Kriegsführung
Bekannte Stärke: Geschätzt auf 6 einsatzfähige Einheiten
IMA-Einstufung: 8

Auch wenn die Bravo Company "nur" eine Söldnereinheit ist, so zählt sie zu den wohl besten und hochklassigsten Spezialeinheiten. Sie sind bekannt dafür, dass sie Leistungsfähig sind wie einige staatliche Einheiten und werden daher oft in einem Atemzug mit Tír Ghosts, UCAS Delta Force und Sioux Wildcats genannt.[1]

Wie ihre Verbündeten von den Seventy-Seventh Independent Rangers haben sie einen ähnlich strengen ethischen und moralischen Verhaltenskodex, weshalb sie oft zusätzliche Mühen auf sich nehmen, um zivile Verluste zu vermeiden. Manchmal arbeiten sie sogar pro bono, wenn es um eine "gerechte Sache" geht, was ihnen einiges an Respekt einbringt.[1]

Organisation

Die Einheit ist in 5 Kommandos unterteilt: Blau, Gold, Grün, Rot und Weiß, sowie ein angebliches sechstes Kommando, dessen Existenz aber unbestätigt ist. Sie sind kleine, unabhängige und sehr mobile Taskforces, die aus Kampfeinheiten und alle notwendigen unterstützenden Elementen bestehen. Somit hat man ca. 12 bis 20 direkte Kämpfer sowie unterstützende Einheiten in Sachen Matrix, Magie, Transport und Logistik. Sie sind alle so organisiert, dass sie sehr anpassungsfähig und in kürzester Zeit einsatzbereit sind.[3]

Mitglieder

Was Rekruten anbelangt ist die Bravo Company sehr wählerisch. Erfüllt man ihre Standards nicht, dann wird man nicht mal eingeladen oder hochkant wieder rausgeworfen. Auch macht die Einheit regelmäßig eine Art "Austausch" mit anderen Söldnergruppen, wie etwa den New Assets von Ryan Mercury, sodass die Drakekämpfer hin und wieder zum Lernen bei der BC landen.[3]

Jedes einzelne Mitglied der Bravo Company ist äußerst kompetent und anpassungsfähig. Auch wenn sie ein großes Spektrum an Waffen und Ausrüstung zur Verfügung haben, setzen sie viel Wert auf ein intensives Training und üben auch, mit improvisierten Waffen und technischer Ausrüstung zurecht zu kommen. Eine der wohl charakteristischsten Taktiken der Einheit ist das sogenannte "Abtauchen", bei dem sämtliche WiFi-Signale abgeschaltet (nicht unterdrückt!) werden und sich die Mitglieder nur noch auf ihr Können verlassen. Auch wenn viele das als Nachteil sehen, hat die Einheit damit offenbar keine Probleme.[4]

Eigentümer

Ein zusätzlicher Vorteil der Einheit ist es, dass sie Teil von Tactical Concepts (alias Tac-Con / T-Con) ist, ein Rüstungsunternehmen, das auf die Anpassung von Waffen, Ausrüstung und Fahrzeugen spezialisiert ist. Vermutlich handelt es sich bei Tac-Con aber nur um eine Fassade, was aber kein Problem darstellt, da der Konzern nicht nur erstklassige Individualisierungen erstellt, sondern auch Verbindungen mit mehreren Kleinwaffenherstellern hat, wie etwa Colt. Als "lizenzierter Hersteller", bzw. zertifizierte Werkstatt darf Tac-Con so bestimmte Waffen in Eigenproduktion herstellen und dann sehr kreativ verändern.[1]


Endnoten

Quellenangabe

Index

Quellenbücher

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Weblinks